Was ist Migräne

Migräne ist eine neurologische Erkrankung des Gehirns, die bislang nicht vollständig heilbar ist. Typisch für Migräne sind die plötzlich auftretenden, mitunter sehr starken einseitigen Kopfschmerzen. Sie treten häufig anfallsartig auf und werden oft von Begleicherscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen begleitet. Die genauen Ursachen der Migräne sind noch immer nicht vollständig erforscht.

Unser Gehirn ist ein sehr komplexes und aktives Organ, welches unverzichtbar für unser tägliches Leben ist. Hier laufen alle Funktionen zusammen, die uns das Sehen, Sprechen, Bewegen, Schmecken, Fühlen und so weiter ermöglichen. Doch eins kann unser Gehirn nicht: Es kann keinen Schmerz empfinden, da es keine Schmerzrezeptoren besitzt. Aus diesem Grund sind „normale“ Kopfschmerzen schon mehr als ein Phänomen, das sich nur schwer erklären lässt. Der Schmerz, der dabei gefühlt wird, entsteht in den Gehirnhäuten und den Blutgefäßen. Werden hier die Strukturen beeinflusst, entsteht ein Schmerz, den wir als pochend oder stechend empfinden.

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Typisch für Migräne sind die einseitigen Kopfschmerzen

Dasselbe Prinzip gilt für eine Migräne. Rund 10% der Bevölkerung, darunter viele Senioren, leiden an einer mehr oder minder ausgeprägten Form von Migräne. Dabei ist meist nur eine Kopfhälfte betroffen, in der sich der unangenehme Schmerz ausbreitet. Meist geht dieser mit Übelkeit, Seh- und Sprachstörungen Lähmungen und Lichtempfindlichkeit einher. Eine Migräneattacke kann zwischen zwei bis drei Stunden und vier Tagen dauern. Die Faktoren, die diese hervorrufen kann, sind dabei sehr vielfältig und können einerseits vererbbar, oder auch auf eine individuelle Reiz-Reaktionsbereitschaft zurückgeführt werden. Als häufigste Auslöser können dabei Hormone, Medikamente, Stress, Schlaf oder auch unverträgliche Alkohol und Nahrungsmittel genannt werden.

Doch trotz alledem lässt sich die Migräne nur sehr schwer erklären. Bei deren Entstehung werden unterschiedliche Hypothesen angenommen. Meist kann eine einzelne dieser Hypothesen jedoch nicht als alleiniger Auslöser angenommen werden. Denn die vermuteten Ursachen von Migräne bei älteren Menschen  können jeweils nur einen Teil der Ausprägungen und Erscheinungsformen erklären. Trotz alledem ist schon viel über die Entstehung von Migräne bekannt, was deren Behandlungsmöglichkeiten deutlich erweitert hat.

Die Vererbbarkeit von Migräne wird auf 50 Prozent geschätzt

So steht inzwischen bei der Forschung auch die erbliche Veranlagung von Migräne im Fokus. Man schätzt diese immerhin auf rund 50%, also die Hälfte der Patienten. Gibt es bereits im nahen Verwandtenkreis Migränepatienten, so kann davon ausgegangen werden, dass man die Krankheit geerbt hat. Hinzu kommt eine Reizempfindlichkeit. Licht, Töne, ein schneller Temperaturwechsel oder grobe Störungen im Schlafrhythmus gehören hier dazu. Zudem kann eine Durchblutungsstörung im Gehirn oder eine neurogene Entzündung der Grund für Migräneanfälle sein. In ganz ausgeprägten Fällen kann es ein Migränezentrum im Gehirnstamm geben.

Die Möglichkeiten für die Entstehung von Migräne sind also sehr vielfältig und müssen auf unterschiedliche Art behandelt werden. Auch wenn sie oftmals als Erkrankung nicht wirklich ernst genommen wird, ist es eine Krankheit, die sich auf organische Ursachen zurückführen lässt und nicht als ein psychisches Problem abgetan werden kann.

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